Als ich gestern eilends nach Hause ging und in der Dunkelheit über meinen „Campus“ schritt,
kamen mir auf dem Weg vier oder fünf Jugendliche entgegen, welche sich mir mit einer merkwürdigen Geste in den Weg stellten und dabei irgendwelches unverständliches Zeug brabbelten.
Als ich trotz ihres Ansinnens, mich anhalten zu wollen, an ihnen vorbeisauste, bekam ich freche Dinge wie: „Heute schon gegrüßt?“ und andere Formeln der Verwünschung nachgeworfen.
Ich ließ mich davon beeindrucken und drehte mich um und fragte in einem ziemlich wirschen Ton: „Was war das? Würde das einer noch einmal wiederholen?“ Als ich auf der Höhe der Bande ankam, schaute ich zwei oder dreien von ihnen scharf in die Augen, wobei so etwas Kleinlautes zurückkam, wie: „Heißen Sie Dieter?“ „Nein, ich heiße nicht Dieter!“
Danach setzte ich meinen Weg fort, denn ich hatte es eilig noch einmal nach Hause zu kommen, bevor es 18:00Uhr war und ich wieder los musste.
In Berlin herrscht Aufregung. Der Terroranschlag einer ausländischen Gruppe wurde angekündigt.
Ich finde es ziemlich daneben, wenn Menschen sich zu Richtern erheben und versuchen, mit Gewaltmitteln Rache wegen irgendwelcher Vergehen zu üben, die sich aus dem Aufschaukeln, in der Fachsprache => Eskalation, von Machtdemonstrationen und deren Vergeltung ergeben haben.
Aus solchen Handlungen kann sich nur ein Gesichtsverlust beider sich streitender Parteien und oftmals auch Verluste von Leib und Leben ergeben und meist trifft es gerade dann die Falschen, nämlich die, welche mit den ursprünglichen Taten überhaupt nichts zu tun hatten.
Ich bin nicht frei von Gewalt. Das zeigt die kleine Geschichte am Anfang mit den Jugendlichen.
Wer mir frech begegnet, hat nichts zu lachen; schon gar nicht, wenn`s dunkel ist und wenn es gleich mehrere sind. Auch wenn die nur Schabernack im Sinn haben.
Dass jemand einen Anschlag auf Leib und Leben vorhat zeugt meines Erachtens von Verblendung. Gott verstockt Herzen.
Hass nennen wir die Kraft, welche solche Menschen antreibt.
Die Stimme des Herzens, das Gewissen ist verstummt. Solche Menschen haben die Besinnung verloren.
Ein Amoklauf gar ist so in Hass getaucht, dass das eigene Überleben dabei keine Rolle mehr spielt. Ich kann nur hoffen, dass ich auf meinen Wegen solchen Menschen nicht begegnen muss, weil ich befürchte, dass meine Kraft nicht ausreichen würde, ihnen den Blick auf ihr verwahrlostes, verrohtes Herz zu öffnen und sie zur Besinnung zu bringen.
Es sei denn, dass eine Höhere Macht sich in diesem Moment an meine Seite stellte und Gottes Kraft dies bewirken könnte.
Hass wird überwunden durch Gewissen. Wissen um die Macht Gottes.
Gestern habe ich in Matthäus 25 davon gelesen. Jesus Christus spricht davon, wie ER wiederkommen wird am Tage des Gerichts. ER scheidet die Geister – Böcke von den Schafen und die einen werden verdammt und die anderen gehen in SEINE Herrlichkeit ein. Das ist mein Glaube:
Die Liebe entscheidet – nicht der Hass!
Die Liebe entscheidet – nicht der Hass!

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